Abseits von Champignons: PilzWald – Die besonderen Speisepilze zum selber anbauen

Im Interview mit Farmitoo schildern die passionierten Pilzliebhaber Alex und Paul von PilzWald woher die Idee zur 1. Kölner Bio-Pilzfarm stammt und berichten wie sie den “Bacon Pilz” in die deutschen Häuser bringen.

Hallo Alex und Paul, könnt ihr PilzWald in einigen Worten beschreiben?

Sehr gerne! Wir sind Alex und Paul, die Gründer der 1. Kölner Bio-Pilzfarm. Unser Ziel ist es abseits von Champignons die Vielfalt an Speisepilzen wie dem „Bacon Pilz“ oder dem quietsch gelben Zitronenseitling und deren Nährwerte stärker in den Fokus zu setzen

Als Agrarwissenschaftler kümmer ich (Paul) mich um die Verfeinerung unserer Pilzsubstrate, Entwicklung neuer Rezepte und in Zukunft um das tägliche Gewächshaus-Management. Alex ist Mikrobiologe und passionierter Pilzsammler, hat stets neue Pilzsorten im Blick und pflegt unsere ausgedehnte Pilzsortensammlung.

Zur Zeit bewirtschaften wir zu zweit  160qm² große Räumlichkeiten, in denen wir von der Keimung der Sporen, bis hin zur Vervielfältigung unserer Pilzbrut alles in Eigenarbeit leisten. Unser Fokus liegt im Moment auf dem Versenden von Pilzsubstraten, die wir entweder in unserer PilzBox versenden oder als Pilzdübel. Die PilzBox ist eine Fertigkultur mit der man mit kaum Aufwand nach wenigen Tagen Zuhause die ersten frischen exotischen Speisepilze ernten kann. Pilzdübel sind normale Holzdübel, die wir von unseren Pilzen durchwachsen lassen, sodass man sie als eine Art Samen, wie bei Gemüsepflanzen verwenden werden können.

Woher kam die Idee für PilzWald?

Als Mikrobiologe hat sich Alex intensiv mit Pilzen beschäftigt und ist gleichzeitig über Internetforen auf die Pilzzucht aufmerksam geworden. Dies hat ihn dazu veranlasst, sich seinen eigenen kleinen semi-professionellen Onlineshop aufzubauen. Paul hatte schon früh erste Kontakte mit Pilzen, da er mit seiner Familie bei ausgiebigen Wanderungen Pilze gesammelt hat. Über die Jahre, ist er so stets in Kontakt mit den Pilzen geblieben. Während des Studiums der Agrarwissenschaften hat er sein Interessen für Pilze neu entdeckt, da die Kultivierungsmöglichkeiten mit kaum Licht für das urbane Gärtnern ungeahnte Möglichkeiten bieten. Als Alex dann von seiner Idee des eigenen Pilzzuchtbetriebs erzählte, wollte er sofort einsteigen.

Stehen zukünftige Projekte an?

Zunächst ist es unser Ziel, weitere Sorten unserer Pilzsortensammlung, als Pilzdübel zur Verfügung zu stellen.

Wir sind gerade dabei unser erstes Prototyp-Gewächshaus zu bauen, damit wir unsere Kunden auch mit Frischpilzen versorgen können. Der Plan ist es zunächst umliegende Restaurants und Wochenmärkte zu beliefern, die aufgrund unserer zentralen Lage fußläufig erreichbar sind. Währenddessen sind wir damit beschäftigt unsere Bio-Zertifizierung zu vollenden, um unseren Kunden versichern zu können, dass wir nicht nur von Nachhaltigkeit reden, sondern diese auch Leben.

Außerdem akquirieren wir, Großkunden die wir mit frischer Pilzbrut beliefern, sodass unsere Pilzstämme bald als Frischpilze in weiteren Städten verfügbar sind.

Abschliessende Worte oder wünsche für die Zukunft?

Wir hoffen, wir können das Bewusstsein der Menschen für ihre Ernährung erhöhen und mit unseren Konzepten ungenutzte urbane Flächen, wie etwa alte Bunker für die Lebensmittelproduktion erschließen. So können Lieferwege verkürzt und Ressourcen eingespart werden.

Vielen Dank von Farmitoo an Alex und Paul!

Hier findet ihr den PilzWald Markenshop,  sowie hier die PilzWald Website

Leave a Reply

Your email address will not be published.