Traktorreifen: Die richtige Wahl treffen

„Kommen wir zum Punkt: Traktorreifen”

Die wichtigsten Maßangaben bei Traktorreifen

Die wichtigsten Informationen befinden sich auf der Seitenwand des Reifens. Sie ermöglichen die Auswahl eines Reifens mit der gleichen Größe, falls Ersatz nötig ist.

Für Radialreifen: Breite/ Serie R Durchmesser

ALLIANCE Traktorreifen

Hier: 320/70R20

Breite = 320

Serie = 70

R für Radial

Reifendurchmesser = 20 (Zoll)

Für Diagonalreifen: Breite – Durchmesser

BKT Traktorreifen

Modell: TF8181 CDU1

Breite: 6.50

Durchmesser: 20

6P = 6 Falten

Es gibt auch das amerikanische Format (Beispiel: 33X12.50-15).

Reifenhöhe (in Zoll): 33

Breite (in Zoll): 12.50

Durchmesser: 15

ACHTUNG: Ein 320/70R20-Reifen von BKT könnte nicht mit einem 320/70R20-Reifen von Galaxy übereinstimmen. Jede Marke hat ihre eigene Nutzgröße, auch wenn die Nenngröße identisch ist.

Es ist auch möglich, die Größe eines Schlepperreifens im Vergleich zur Originalbereifung zu ändern.

Für Kompletträder:

  • PR = Ply Rating, auch Lagenzahl: misst den Widerstand der Reifenflanke abhängig von der Härte und der Dicke des Reifens
  • 6-Loch D=0: 6-Loch-Felgen mit einer Einpresstiefe von 0

Klassifizierung von Traktorreifen 

Um diese technischen Anweisungen zu vervollständigen, geben zusätzliche Markierungen Auskunft über das Muster und die Tiefe der Lauffläche und damit über die Verwendung des Schlepperreifens. Dabei handelt es sich um allgemeine Hinweise, die eine fachkundige Beratung nicht ersetzen können.

Traktorreifen

  • R1: Antriebsrad mit Fischgrätenmuster (Regular Tread). Ihr Traktionsmuster ermöglicht ihnen eine starke Traktion bei minimaler Bodenmarkierung. Diese Muster werden für alle landwirtschaftlichen Anwendungen verwendet.
  • R1W: Antriebsrad mit tiefem Reifenprofil. Das Traktionsmuster ist stärker ausgeprägt. Der R1W ist eher für regelmäßig nasse Böden zu empfehlen.
  • R2: Reifen für das Antriebsrad. Extra tiefes Reifenprofil. Ihre Traktion ist außergewöhnlich gut, aber der Boden wird von den Landmaschinen stark beansprucht. Dies ist bei der motorisierten Landwirtschaft weniger wichtig. Sie werden z. B. für den Anbau von Zuckerrohr und Reis verwendet.
  • R3: Antriebsrad mit flachem Reifenprofil (Shallow Tread) Antriebsradreifen für flache Böden. Rock- oder Blockmuster, flache Lauffläche. Sie werden vor allem auf sandigem oder vulkanischem Boden und auf Grasflächen (Golfplätze, Gärten …) eingesetzt.
  • R4: reduziertes Profil (Industrial Tractor)

Antriebsradreifen für Traktoren in der Agrarindustrie. Traktionsmuster mit mittlerer Profiltiefe. Die Stollen in Form von halben Chevrons enden als „Tropfen“ in der Mitte der Lauffläche und ziehen sich bis zu den Seitenwänden des Reifens, wodurch die Seite des Reifens verstärkt wird. Dies ist DER Reifentyp für Industrietraktoren.

  • PR-1: Reifen für das Antriebsrad. Ausgeprägtes Traktionsmuster. Er wird nur auf Reisfeldern und in überschwemmten Gebieten eingesetzt.

Lesen Sie mehr in unserem Artikel über den führenden Hersteller von Landwirtschaftsreifen.

Unterschied zwischen Radial- und Diagonalreifen

Bei der Herstellung eines Agrarreifens stellt die Struktur ein zentrales Element dar, die bei Konstruktion des Reifens berücksichtigt werden. Dazu gehören die Seitenwand, der Gürtel, die Rillen, die Lauffläche oder auch die Karkasse.

Je nachdem, wie die Karkasse angeordnet ist, spricht man von einer radialen oder einer diagonalen Struktur.

Es gibt mehrere Faktoren, die bei einem Vergleich zwischen einem Radialreifen und einem Reifen mit Diagonalstruktur berücksichtigt werden müssen.

  • Bei Radialreifen stellt man als Erstes fest, dass die Durchbiegungen der Seitenwand nicht auf die Lauffläche übertragen werden. Außerdem ist die Fläche, die das Fahrzeug mit dem Boden verbindet, konstant und groß. Darüber hinaus kommt man seltener von der Spur ab. Dadurch wird der Boden weniger beansprucht und die Motorleistung wird optimal übertragen. Hinzu kommt, dass dieser Reifentyp eine weiche Karkasse hat, die Stöße besser absorbiert.
  • Was den Diagonalreifen betrifft, so führt seine Struktur zu einer erheblichen Verformung der Seitenwand sowie der Kontaktfläche, da die Lauffläche alle Biegungen der Seitenwände erfährt. Außerdem ist die Kontaktfläche zum Boden geringer, was den Boden stark beansprucht. Dies resultiert auch in einem Verlust der Übertragung der Motorleistung. Im Gegensatz zu Radialreifen besitzen Diagonalreifen eine starre Karkasse. Der Fahrer bekommt dadurch leider mehr Erschütterungen und Stöße zu spüren.

Welche Traktorreifen sollten Sie wählen?

Welche Reifen Sie verwenden sollten, hängt weitgehend von dem verwendeten Fahrzeug ab sowie der Nutzungsweise. Es ist schwer zu sagen, welcher der beiden Reifen der bessere ist, da sie für den Einsatz in unterschiedlichen Umgebungen konzipiert sind. Dennoch können Radialreifen den Diagonalreifen allein aus dem Grund vorgezogen werden, weil sie mehr Sicherheit, eine bessere Straßenlage und einen hervorragenden Fahrkomfort bieten. Außerdem ist bei Radialreifen der Kraftstoffverbrauch niedriger, sie haben eine längere Lebensdauer und verkraften Stöße und Erschütterungen besser.

Weitere Informationen zur Wartung Ihres Traktors finden Sie im Farmitoo Mag.

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