Schwader: Definition, Typen, Funktionsweise und mehr

Der Kreiselschwader

Schwader Betrieb

Der vermutlich am häufigsten verwendete Schwader ist der Kreiselschwader. Er gehört zu den ersten Schwader Typen, die gebaut wurden. Mit dieser landwirtschaftlichen Maschine wird das vom Wender verteilte Heu zu Schwaden geformt. So ist das trockene Heu oder das feuchte Gras vorbereitet, für den nächsten Arbeitsschritt. Es kann vom Pick-up der Presse aufgenommen und in Ballen gepresst werden.

Der Kreiselschwader besteht aus einem bis sechs Rotoren (Kreiseln). Jeder Kreisel hat alles auf einer zentralen Achse und ist mit Armen bestückt. Je nach Größe des Rotors variiert die Anzahl der Arme zwischen 6 und 12. Diese Schwaderarme sind mit Federzinken aus leicht biegsamem Stahl ausgestattet. Diese Zinken kratzen den Boden auf und ziehen das Gras in Richtung Schwad.

Dieser Typ Schwader ist einfach zu bedienen, er wird an eine Gelenkwelle angeschlossen und dreht mit 540 Umdrehungen an einer Zapfwelle. Unabhängig von seiner Größe benötigt dieser Schwader Typ nur wenig Leistung.

Durchsatz und Arbeitsqualität

Die Flächenleistung eines Kreiselschwaders hängt von der Anzahl und der Größe der Kreisel ab. Außerdem muss die Geschwindigkeit des Traktors an die Bauweise des Geräts angepasst werden. Die Arbeitsgeschwindigkeiten mit diesem Schwader Typ liegen größtenteils zwischen 5 und 12–15 km/h, je nach Futter und Zustand des Feldes. Der Schwader ist ein einfaches Gerät, das bei richtiger Einstellung gute Arbeit leistet. Bei einer falschen Einstellung besteht jedoch die Gefahr, dass Sie Erde oder Steine in Ihren Schwad einbringen. Generell gesehen ist der Schwader wartungsarm. Einzige Ausnahme: Er muss regelmäßig an den Drehachsen geschmiert werden.

PRO-Tipp: Um Ihren Schwader in der Höhe richtig einzustellen. Schalten Sie Ihre Zapfwelle aus. Prüfen Sie, ob eine gute Hand, die flach auf dem Boden liegt, unter Ihre Kämme auf den nach vorn gerichteten Armen Ihres Kreisels passt. So kommt keine Erde in Ihr Schwad und Sie nehmen das gesamte Futter auf.

Bandschwader

Schwader Betrieb

Der Bandschwader hat in den vergangenen 20 Jahren seinen Platz gefunden. Dieser Schwader ist über seine gesamte Länge mit einem Pick-up ausgestattet. Das Material wird auf ein langes, rotierendes Band mit einer Breite von etwa einem Meter befördert. Dieser sammelt das Material in der Mitte des Schwaders oder wirft es an den Seiten aus. Die Bänder können sich in beide Richtungen drehen, was eine flexible Arbeitsweise ermöglicht. Die Breite dieser Schwader kann zwischen 2 und 13 m liegen.

Der Antrieb erfolgt über eine Zapfwelle mit 540 bis 1000 Umdrehungen pro Minute, was oftmals im Sparmodus möglich ist. Diese Schwader benötigen mehrere Hydraulikanschlüsse an Ihrem Traktor (zum Bedienen des Bandes), benötigt aber nur wenig Leistung. Es kommt auf seine Größe an, generell sind hohe Zug- und Antriebsleistungen nicht erforderlich. Bandschwader erfordern etwas mehr Wartung als Kreiselschwader. Denn neben dem Schmieren müssen auch die Bänder, die Zinken der Pick-up, aber auch die Hydraulikmotoren regelmäßig überprüft werden. Die Mechanik bei Bandschwadern ist komplexer als bei Kreiselschwadern. Darum sind es die Schwader, die in der Anschaffung pro Arbeitsmeter am meisten kosten.

Durchsatz und Arbeitsqualität des Schwaders 

Der Bandschwader ist ein echter Gewinn für den Arbeitsdurchsatz, aber auch für die Qualität der Schwaden. Im Vergleich zu einem Kreiselschwader sind die Bänder im Durchschnitt 3 bis 4 km/h schneller, was je nach Breite und Morphologie des Feldes zwischen 2 und 4 ha/h liegt. Die Kufen unter den Matten sorgen dafür, dass die Zinken des Pick-ups nicht über den Boden kratzen. Dies führt also dazu, dass weniger Erde und Steine in den Schwaden liegen. Studien zeigen, dass Bandschwader weniger Steine in den Schwaden haben als Kreiselschwader.

Problematisch bei Bandschwadern:

  • Wenn Ihr Schwader sehr breit ist und Sie einen hohen Ertrag an Heu haben, besteht die Gefahr, dass das Heu sich zwischen den mittleren Rädern und dem Fahrgestell staut und zu große Schwaden entstehen.

Der Durchsatz, die Arbeitsgeschwindigkeit sowie die Qualität der Schwaden bleiben die Stärken des Bandschwaders.

Tipp: Um den Durchsatz aufzuwerten, ist es ratsam, größere Parzellen zu haben (mindestens 3–4 ha).

Andere Schwader Typen

Sternradschwader

Der Sternradschwader wird im Vergleich zu seinen beiden Brüdern noch nicht so häufig eingesetzt, aber er ist dabei, sich in den Betrieben durchzusetzen. Obwohl der Sternradschwader historisch gesehen einer der ersten Schwader war, die in der Landwirtschaft eingesetzt wurden, ist er in den westeuropäischen Ländern fast verschwunden.

In der Anschaffung ist dieser Schwader die günstigste, sowie technisch und mechanisch die einfachste. Nur mithilfe von Zugkraft kann das Heu in der Mitte des Schwaders zusammengeführt werden.

Unter optimalen Bedingungen kann er bis zu 25 km/h erreichen, aber der Durchschnitt liegt eher zwischen 8 und 15 km/h. Dieser Schwader erfordert nur wenig Zugkraft, sodass bei jeder Größe ein Traktor mit 80 bis 100 PS ausreicht (70 bis 80 PS bei einem 8,50 m Schwader).

Der Sternradschwader, der seit vielen Jahren von den Feldern verschwunden war, überzeugt (wieder) durch seine Einfachheit, seine Flächenleistung und seine Kosten. Man muss nur wissen, wie man den Bodendruck und die Fahrgeschwindigkeit richtig einstellt und beherrscht. Dieses Gerät erfordert außer regelmäßigem Schmieren nur wenig Wartung.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *