DULKS – ABRAH Unkrauthacke – Innovative maschinelle Unkrautbekämpfung

Mit der innovativen Technik der “ABRAH” Unkrauthacke möchte das Unternehmen DULKS die mühevolle Handarbeit bei der Unkrautbeseitigung bekämpfen. Farmitoo konnte mit DULKS über die mit dem EXIST Gründerstipendium ausgezeichnete Innovation sprechen.
Guten Tag, können Sie Ihr Unternehmen DULKS kurz beschreiben?

Sehr gerne. Wir von DULKS sind Entwickler und Hersteller innovativer Maschinen der mechanischen Unkrautbekämpfung für Gemüsebaubetriebe. Im Sommer 2016 begann Firmengründer André Dülks mit der Entwicklung der ABRAH. Die Herausforderungen der Branche kannte er aus seiner Tätigkeit im internationalen Vertrieb von Hacktechnik. Die Problematik der schier endlosen Handarbeit bei der Unkrautbekämpfung und einer neuen Idee dies technischen zu lösen, motivierten ihn dazu, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Durch das EXIST Gründerstipendium und eine enge Zusammenarbeit mit dem Institut für Bau- und Landmaschinentechnik der TH Köln wurde die Entwicklung der Unkrauthacke ABRAH Realität.

Was ist ihr Produkt “ABRAH”?

Bei der ABRAH handelt es sich um eine Unkrauthacke, die die Unkräuter durch Rotation aus dem Boden zieht und an der Oberfläche hinterlässt, wo sie durch die Sonneneinstrahlung vertrocknen. Dazu arbeitet die Maschine in zwei Schritten. Durch die vordere Achse wird der Boden gelockert und Verkrustungen werden direkt neben der Reihe aufgebrochen. Somit wird die Kulturpflanze nicht durch die rotierenden Werkzeuge der zweiten Achse beschädigt. Diese Werkzeuge rotieren schneller als die der vordere Achse und ziehen die Unkräuter dadurch effektiv aus dem Boden. Aufgrund dieser Systematik ist es möglich den ungehackten Bereich um die Kulturpflanze auf bis zu 4 cm zu verringern.

Wie sieht der Mehrwert aus, der ABRAH den Landwirten erbringt? Was ist der Vorteil gegenüber herkömmlicher Vorgehensweise zur Bodenbearbeitung?

Die ABRAH wurde zunächst für den Gemüseanbau entwickelt. Sie kann im Damm- und Beetanbau verwendet werden. Dabei können wir individuell auf die Reihenabstände der Landwirte eingehen, da die Werkzeuge frei auf der Achse positioniert werden können.

Im Dammanbau können durch den Einsatz der ABRAH die Handjähtekosten um 30-50 % verringert werden, im Vergleich mit Scharen. Im Beetanbau ist erstmals maschinelles Jähten in Reihenabständen von 5-20 cm möglich.

Bei der herkömmlichen Hacktechnik werden meist Schare durch den Boden gezogen. Dabei können sich Pflanzenreste an den Scharen festsetzen und somit ab einer bestimmten Menge die Kulturpflanze beschädigen. Die Werkzeuge der ABRAH sind aufgrund der Rotation selbstreinigend und schieben keine Erde vor sich her.

Wie verändert DULKS mit ABRAH die Landwirtschaft der Zukunft?

Mit Hilfe der ABRAH soll die Hacktechnik in der Landwirtschaft der Zukunft wieder mehr an Bedeutung gewinnen. Für den ökologischen Anbau soll sie die Handjähte ablösen und die Kosten für die Unkrautbekämpfung senken. Im konventionellen Anbau dient die Hacke zur Verringerung oder Vermeidung des Einsatzes von Herbiziden.

Was sind Ihre Ziele für die Zukunft? Sind neue Projekte geplant?

In Zukunft soll die ABRAH weiterhin verbessert werden, um die Effizienz weiter auszubauen und eine gute Alternative zu Herbiziden darzustellen. Des Weiteren planen wir auch den Einsatz der ABRAH im Ackerbau.

Vielen Dank für das Interview!

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