Die vertikale Landwirtschaft – ein Thema der Zukunft!

Bis 2050 müssen wir 10 Milliarden Menschen mit denselben Ressourcen ernähren, die uns heute zur Verfügung stehen. Die Praktiken der intensiven Landwirtschaft und der Klimawandel haben zu einem alarmierenden Rückgang der biologischen Vielfalt geführt. Um eine nachhaltige Zukunft zu gewährleisten, müssen wir unsere Nahrungsmittelsysteme überdenken und reformieren. Ein Lösungsansatz hier ist die vertikale Landwirtschaft.

Mit weniger mehr produzieren: Die Zukunft ist vertikal!

Stellen Sie sich vor, Sie betreten an einem eisigen Januartag Ihren örtlichen Lebensmittelladen, um frisch geernteten Salat, duftendes Basilikum, saftige süße Erdbeeren und reife rote Tomaten zu sammeln. Sie wurden alle nur wenige Stunden vor Ihrer Ankunft auf einem örtlichen Bauernhof geerntet. Vielleicht können Sie frischen Produkte in vertikalen Farmen zu kaufen, in denen die Landwirte das ganze Jahr über anbauen können. Ein vertikales Gewächshaus, indem sie Licht, Temperatur, Wasser und oft auch den Kohlendioxidgehalt kontrollieren. In der Regel legen frische Produkte aus vertikalen Farmen nur wenige Kilometer zurück, um in Ihre Regale zu gelangen. Im Vergleich zu konventionellen Produkten, die Tausende von Kilometern mit Lkws oder Flugzeugen zurücklegen können. Die vertikale Landwirtschaft ermöglicht es, qualitativ hochwertige lokale Produkte zu geringeren Kosten und mit weitaus weniger Ressourcen zu produzieren.

Auf dem Weg zum bodenlosen Anbau: Aeroponik vs. Hydroponik

Ebenso wie der Gemüseanbau ohne Wasser und Pestizide oder die Agrarökologie ist die vertikale Farm Teil einer neuen Landwirtschaft, die wenig Energie verbraucht und deren Hauptziel es ist, unser ökologisches Erbe zu bewahren.

Aeroponik ist ein Verfahren zur Kultivierung von Pflanzen, bei dem die Wurzeln der Pflanzen der Luft ausgesetzt werden. Um die Pflanzen zu ernähren, wird häufig ein nährstoffreicher Hochdrucknebel verwendet. Der Nebel versorgt die Wurzeln mit Wasser, ausgewogeneren Nährstoffen und zusätzlichem Sauerstoff. Denn die Wurzeln benötigen Sauerstoff, um die Nährstoffe besser aufnehmen zu können.

Bei einem hydroponischen System werden alle Nährstoffe, die die Pflanze zum Wachsen benötigt, in dem für das System verwendeten Wasser aufgelöst. Man kultiviert die Pflanzen in Netztöpfen oder Tabletts, die mit einem chemisch trägen (also reaktionsarmen) Substrat gefüllt sind. Das Substrat kann Sand, Tongranulat, Perlit, Steinwolle oder Kies sein. Die Hauptfunktion des Substrats besteht darin, die Pflanze zu halten.

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Was sind die Vorteile der vertikalen Landwirtschaft?

Die vertikale Landwirtschaft gilt als eine sehr effiziente und nachhaltige Art der Nahrungsmittelerzeugung. Der Schlüssel ihrer Effizienz liegt in der Automatisierung. Software, Robotik und Datenwissenschaft gehören zu den Technologien, die in vertikalen Farmen eingesetzt werden, um die Pflanzen zu überwachen und optimale Wachstumsbedingungen zu schaffen. Dazu gehört auch die Kontrolle von Temperatur, Luftfeuchtigkeit, CO₂ und Licht. Eine solche Landwirtschaft in einer kontrollierten Umgebung trägt dazu bei, die Umweltauswirkungen der vertikalen Farm zu verringern? Zum Beispiel entfällt der Einsatz von Pestiziden. Vertikale Farmen sind auch nicht vom Wetter abhängig, sodass das ganze Jahr über frische Produkte angebaut werden können.

Anstatt Obst und Gemüse in großen Farmen anzubauen und dann in Lkws und Flugzeugen über weite Strecken zu transportieren, kann die vertikale Landwirtschaft lokale Produkte von den Gebäuden in der Nachbarschaft aus liefern. Sie ist Teil des sogenannten Urban Farming. Das bedeutet, dass weniger Treibstoff verbraucht wird und die Lebensmittel frischer sind. Vertikale Farmen neigen auch dazu, mehr zu produzieren als konventionelle Farmen: Pflanzen können 15 Mal im Jahr geerntet werden. Auf einem konventionellen Feld wird nur zweimal im Jahr geerntet. Sie sind die Landwirtschaft der Zukunft.

Durch die genaue Kontrolle der Anbauumgebung können die Produkte 13 bis 14 Tage halten, verglichen mit drei bis vier Tagen bei entsprechenden Produkten aus konventioneller Landwirtschaft.

Wie profitieren Bewohner von der vertikalen Landwirtschaft?

„Auch wenn moderne Dachgewächshäuser und vertikale Farmen als geschlossene Systeme konzipiert werden, so sind sie was den Luftaustausch mit Ihrer Umgebung angeht, keineswegs isoliert. Damit ergeben sich aus der vertikalen Landwirtschaft Vorteile für das (Mikro-)Stadtklima. Durch Verdunstung erhöhen Pflanzen die Luftfeuchtigkeit und senken damit an heißen Sommertagen die Temperatur in ihrer Umgebung. Weil feuchte Luft einen reinigenden Effekt hat, verbessert sich die Luftqualität, indem feuchte Luft Schadstoffe, wie Kupfer, Blei und Cadmium, an sich bindet. Zudem wandeln Pflanzen klimaschädliches Kohlendioxid (CO 2 ) in unser Lebenselixier Sauerstoff (O 2 ) um. Geht man nun einen Schritt weiter und entlässt diese konditionierte Luft nicht nur in die Atmosphäre, sondern leitet sie in benachbarte oder darunterliegende Räume und anschließend wieder zurück, so profitieren Mensch und Pflanze gleichermaßen. Anstatt CO 2 – erzeugende Klimaanlagen zu nutzen, profitiert der Mensch von natürlich erzeugter kühler, frischer Luft und die Pflanze durch bereits vom Menschen genutzte, also erwärmte und „verbrauchte“ Kohlendioxid-reichere Luft.” – Thorsten Schmidt von Stadtgemüse

Warum ist vertikale Landwirtschaft nicht bereits eine globale Lösung?

Was das vertikale Pflanzen betrifft, so bietet diese Methode eine Reihe von Vorteilen gegenüber anderen Anbaumethoden: höhere Produktionsraten, bessere Qualität der Pflanzen, geringerer Wasser- und Düngerverbrauch, geringerer Platzbedarf für die Produktion und die Möglichkeit, das ganze Jahr über an fast jedem Ort zu produzieren. Diese Systeme können sehr rentabel sein und haben das Potenzial, Teil von Umweltlösungen zu werden, wenn sie richtig konzipiert und verwaltet werden.

Dennoch ist zu beachten, dass die vertikale Landwirtschaft auch Nachteile hat. Die Kosten sind ein großes Hindernis für die vertikale Landwirtschaft. Sonne und Regen sind kostenlos. Die Versorgung von LED-Leuchten, Software und ausgeklügelten Anbausystemen ist es nicht. Während einige Anlagen mit Strom aus Windkraftanlagen betrieben werden, können vertikale Farmen, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden, das Problem des Klimawandels eher verschärfen als verbessern. Zweitens erfordert ihr Betrieb ein hohes Maß an technischem Know-how, und ihre Einrichtung, Überwachung und Wartung können teuer sein.

Der weltweite Markt für vertikale Landwirtschaft wächst laut Statista (Website für statistische Daten) stetig und soll von 5,5 Milliarden US-Dollar im Jahr 2020 auf etwa 20 Milliarden US-Dollar bis 2025 anwachsen.

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